Montag, 20. Juni 2016

Jean-Paul Didierlaurent - Die Sehnsucht des Vorlesers



Verlag: dtv premium
Seiten: 223
Erschienen: 22. September 2015
Preis: 14.90 Euro (Ebook: 12.99 Euro)





Das ist die zauberhafte Geschichte eines liebevollen Außenseiters...

Guylain Vignolles lebt zusammen mit seinem Goldfisch in einer kleinen Wohnung und fristet sein doch etwas trostloses Leben als Außenseiter. 
Einzig und allein seine Leidenschaft zum geschriebenen Wort, abgedruckt in wundervollen Büchern, bringt etwas Glanz in seinen grauen Alltag.
Doch sein Leben nimmt eine ungeahnte Wendung, als ihm, aus purem Zufall, ein USB-Stick an einem Montagmorgen vor die Füße fiel. Er hätte ihn auch genauso gut dort liegen lassen können, wo er ihn gefunden hat. Doch aus einer erwachten Neugier heraus, steckt Guylain den Stick ein, um sich dann mit einer gewissen Vorfreude in seinem Sitzplatz in dem Zug sinken zu lassen, der ihn wie jeden Morgen zu seiner Arbeitsstelle bringen sollte. 
Guylain konnte nicht wissen, dass er damit eine Kette von Ereignissen losgelöst hat, die schon bald ihren Lauf nehmen sollten...

"Die Sehnsucht des Vorlesers" ist das Romandebüt von Jean-Paul Didierlaurent und gehört zweifellos zu den Geschichten, die dir auch nach Jahren, wenn dir das Buch plötzlich wieder in die Hände fällt, ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden. Du wirst dich daran erinnern, dass du beim Lesen von Guylains Geschichte an so vielen Stellen schmunzeln musstest, dass du sie selbst nicht mehr zählen konntest. Du wirst dich an das gute Gefühl erinnern, dass du hattest, als du den letzten Satz gelesen hast, um das Buch (wieder mit einem Lächeln im Gesicht) zu schließen. 
"Die Sehnsucht des Vorlesers" gehört zu den Geschichten, die Ärzte auf Rezept verschreiben sollten, weil sie einfach ziemlich viel zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen. 
Jean-Paul Didierlaurent hat eine Handvoll zauberhafte und liebenswerte Charaktere erschaffen, die gut und gerne auch in einen Disney-Film gepasst hätten. Und auch der Handlungsstrang ist etwas Besonderes und absolut unvorhersehbar gewesen. Von der ersten Seite an, wusste ich nicht wirklich, wohin mich die Geschichte führen würde. Es war, als säße ich selbst in dem Zug, den der Protagonist jeden Tag zur Arbeit nimmt, allerdings hatte ich ein unbekanntes Ziel. Das hat mich aber nicht gestört, im Gegenteil. Der Autor erzählt mit so viel Charme, dass man sich gerne von ihm an die Hand nehmen lässt, um zu erfahren, wohin es seine Hauptfigur verschlägt. 
Der einzige Kritikpunkt, der mir an dieser Stelle einfallen würde, wäre der, dass "Die Sehnsucht des Vorlesers" sehr gut noch mehr Seiten hätte haben können. Manchmal wirkte die Handlung etwas sprunghaft und ich hätte viele Situationen gerne noch etwas ausführlicher geschildert bekommen.
Doch ansonsten ist Jean-Paul Didierlaurent ein tolles Erstlingswerk gelungen, das mit Charme und Witz punkten konnte. Und auch die Aufmachung des Buches sei an dieser Stelle erwähnt. Literaturliebhaber werden auf alle Fälle auf ihre Kosten kommen und nicht nur in dem Punkt. 

Donnerstag, 9. Juni 2016

Julie Kagawa - Unsterblich - Tor der Nacht





Verlag: Heyne 
Seiten: 542
Erschienen: 11. April 2016
Preis: 9.99 Euro (Ebook: 8.99 Euro)





KURZE WARNUNG ZU BEGINN:
Für alle, die den ersten Teil nicht kennen, könnte diese Rezension Spoiler enthalten. Wer den ersten Teil allerdings kennt, kann gefahrlos weiterlesen! 

Allie hat es geschafft. Sie hat ihre Menschengruppe sicher nach Eden gebracht, dem einzigen Ort auf der Welt, der nicht von Vampiren beherrscht wird und in dem folglich auch keine Vampire erlaubt sind. Aus diesem Grund verlässt Allie Eden heimlich und macht sich auf den Weg zu einer weiteren wichtigen Mission. Sie muss unbedingt ihren Schöpfer und Mentor Kanin finden. Dieser befindet sich in der Gewalt des psychopathischen Vampirs Sarren, der Kanins Leben möglichst langsam und qualvoll ein Ende bereiten will.
Auf dem Weg zu Kanin bleibt Allie dann nichts anderes übrig, als sich ausgerechnet mit Jackal, ihrem 'Bruder im Blute', da er ebenfalls von Kanin verwandelt wurde, zusammen zu tun, um ihren gemeinsamen Schöpfer zu finden. Jackal ist aber eben genau der Jackal, der damals ein paar Menschen aus der Gruppe, mit der Allie unterwegs nach Eden war, umgebracht hat und ist somit nicht der Reisepartner, den sich Allie gewünscht hätte. 
Trotzdem hat sie keine Wahl und landet am Ende mit Jackal ausgerechnet wieder in ihrer Heimatstadt 'New Covington', wo die Ereignisse ihren Lauf nehmen...

Wir sind zurück in der dystopischen Welt der Vampire, in der eine sympathische Antiheldin sich immer noch darum bemüht ein Stück ihrer Menschlichkeit zu bewahren. Allie hat sich nun langsam daran gewöhnt von nun an als Vampir durch die Welt zu gehen. Sie will aber nach wie vor kein seelenloses blutsaugendes Monster sein.
"Tor der Nacht" ist die Fortsetzung der 'Unsterblich'-Trilogie von Julie Kagawa und meiner Meinung nach schafft es der zweite Teil sogar den Auftakt der Reihe "Tor der Dämmerung" zu übertreffen und der war bereits sensationell. 
Allie treffen wir auf den ersten Seiten des Buches wieder einmal alleine an. Sie hat Eden verlassen, um ihren Schöpfer Kanin zu finden und wirkt bereits zu Beginn sehr viel reifer und geerdeter als noch im ersten Teil. Es scheint, als hätte sie sich nun mit ihrem Schicksal abgefunden und versucht nun das Beste aus ihrem Vampir-Dasein zu machen. 
Bereits einige Zeit später gibt es allerdings ein Wiedersehen mit einer weiteren bekannten Figur aus dem ersten Teil, Allies 'Bruder im Blute' Jackal. Da die beiden dieselben Ziele verfolgen, müssen sie sich zusammenraufen und zusammenarbeiten. Jackals Auftreten bringt aber auch sehr viel Abwechslung in die Handlung, da er mit seinen lockeren Sprüchen die vormals öfter ernste Allie aus der Reserve lockt. 
Auf der charakterlichen Ebene stellt sich für alle Leser des ersten Teils noch eine interessante Frage: Was ist mit Zeke? Der eigentlich vampirhassende Mensch, der Allie im ersten Buch das ein oder andere Mal den Kopf verdreht hat, spielt natürlich auch im zweiten Band eine Rolle. Wie diese aussieht, das werde ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten. 
Was ich aber verraten kann, ist die Tatsache, dass auch der zweite Band auf der Handlungsebene alles zu bieten hat: Action, Drama, Tragik und zum Schluss ein Cliffhanger, der sich mit allen Wassern gewaschen hat. Ein Cliffhanger, der dich verzweifelt den Rest des Buches suchen lässt, bis du zu der traurigen Erkenntnis kommst, dass das Finale der 'Unsterblich'-Trilogie im Taschenbuch-Format erst im Februar 2017 erscheinen wird. 
Da hilft dann nur noch Weinen.
Julie Kagawa ist eine unglaublich gute Fortsetzung gelungen, die mich von der ersten Seite begeistert hat.
Aber jetzt muss ich mich wohl erst einmal in Geduld üben. 

Montag, 6. Juni 2016

Lesemonat Mai

Hallo und Herzlich Willkommen zu meinem etwas verspäteten Lesemonat Mai! 
Auch im Wonnemonat habe ich meine obligatorischen neun Bücher gelesen, wobei eines ein Ebook gewesen ist. Allerdings komme ich dieses Mal auf 5055 Seiten, da einige meiner gelesenen Bücher richtige Brocken gewesen sind :)
Na dann, können wir ja anfangen!
Natürlich war auch dieses Mal ein Band aus der "Das Lied von Eis und Feuer" Reihe dabei. Und es war nicht nur irgendein Band. Der sechste Band von George R. R. Martins großer Fantasy-Saga "Die Königin der Drachen" ist mein absoluter Favorit bisher gewesen. Und das nicht nur, weil er ja so toll gewesen ist. Nein, er hat auch weh getan, sehr sogar. In diesem Buch habe ich mein bisher größtes 'Game of Thrones-Trauma' erfahren müssen. Unfassbar, wie geschockt ich danach gewesen bin. Das war sogar für jemanden wie mich, der sich eigentlich hobbymäßig gerne einmal in Bücher hereinsteigert, ein bisschen zu viel. Aber die Spannung und die unerwarteten Wendungen haben das schnell wieder wett gemacht. Die Mischung war hier der große entscheidende Punkt! In "Königin der Drachen" passiert einfach so viel, dass man gar nicht mehr zum Luft holen kommt und ich bin auch immer noch begeistert und immer noch fasziniert von der Reihe. Momentan lese ich den siebten Band und ich bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht. 
Weiter ging es im Lesemonat Mai mit dem einzigen Ebook, das ich gelesen habe. "Heartdance-Nur mit dir" habe ich zum Schnäppchenpreis im Kindle-Deal ergattern können und einfach mal spontan drauf los gelesen, ohne zu viel zu erwarten. Und ich muss sagen, am Ende war ich doch positiv überrascht! Der noch sehr jungen Autorin dieses Romans ist eine süße Liebesgeschichte für zwischendurch gelungen, die alles hat, was diese Art von Liebesgeschichten heutzutage braucht. Einen umwerfenden männlichen Protagonisten, eine dramatische Ausgangssituation und zum Schluss das beinahe schon obligatorische dramatische Hin und Her der beiden Liebenden. Das ist natürlich nicht für jedermann etwas, da gerade diese Passagen des Hin und Her's in der Handlung mich doch ein paarmal genervt seufzen gelassen haben. Aber zusammenfassend bin ich doch sehr gut unterhalten worden. "Heartdance" ist für Fans der After-Reihe von Anna Todd sicherlich das Richtige, nicht nur, weil die Autorin auch hier von der Band 'One Direction' inspiriert wurde :)
Weiter geht es mit dem Buch, das wohl am meisten die Schuld daran trägt, dass ich in diesem Monat auf unglaubliche 5055 Seiten gekommen bin."Der Übergang" ist der erste Teil der Trilogie von Justin Cronin und ist mit über 1000 Seiten eine der längsten Geschichten, die ich gelesen habe! Und das wohl Kniffligste an solchen großen Romanen ist das Problem der Langatmigkeit aber ich muss sagen, dass "Der Übergang" an keiner Stelle langatmig war. Im Gegenteil bin ich der Überzeugung, dass die Story die vielen Seiten gebraucht hat, um überhaupt angemessen erzählt werden zu können. Ich fand den ersten Teil mehr als gelungen, eine Mischung aus Drama, Thriller, Horror und Dystopie. Ich werde auf jeden Fall den Rest der Trilogie ebenfalls lesen. Band zwei ("Die Zwölf) ist bereits erschienen. Der dritte Teil erscheint am 31. Oktober 2016. 
Dann habe ich noch eine andere Reihe weiter gelesen und zwar den zweiten Teil der Luna-Chroniken "Wie Blut so rot" von Marissa Meyer. Der erste Teil konnte mich ja bereits begeistern und auch der zweite steht dem um nichts nach. Es ist toll, wie die Autorin den Handlungsstrang des Vorgängers mit dem des Nachfolgers verbindet. So liefen die eigentlich parallelen Geschichten irgendwann perfekt ineinander und ich bin schon sehr gespannt, was mich in den nächsten beiden Teilen erwarten wird. Ich habe nämlich extra sofort nicht weitergelesen, weil ich mir die Luna-Chroniken so lang, wie es geht, aufsparen wollte aber ich glaube in diesem Monat komm ich einfach nicht mehr drum herum :)
Im vergangenen Monat habe ich mir wieder einmal einen richtig klassischen Thriller gönnen wollen und da kam mir der Roman "Remember Mia" von Alexandra Burt gerade recht. Der Klappentext hatte eine spannende Geschichte versprochen und das Buch selbst konnte im Großen und Ganzen mithalten. Zugegeben, es hatte schon ein paar langatmige Stellen aber der Handlungsstrang konnte das irgendwie immer wieder herausreißen. In "Remember Mia" geht es um eine junge Mutter, deren Tochter plötzlich spurlos verschwindet und die sich schon bald selbst die Frage stellen muss, wie viel Anteil sie an dem Verschwinden ihrer Tochter hat. Ein Buch, das wahrscheinlich für Mütter keine leichte Kost sein dürfte, da die Geschichte um Mia sich sehr dramatisch entwickelt. Zusammenfassend kann ich nur sagen: ein solider, guter Thriller. 
Weiter ging es im Lesemonat Mai mit einer erneuten Fortsetzung einer Reihe, dessen Auftakt mich genauso begeistern konnte, wie schon die Luna-Chroniken. "Das dunkle Herz der Magie" ist die Fortsetzung der Black Blade Reihe von Jennifer Estep. Im ersten Teil hat mir die erfrischend neue Idee gefallen eine Fantasy Geschichte mit einer Art Mafiaroman zu verbinden und das Ganze auch noch an einem magischen Touristen Ort irgendwo in Amerika spielen zu lassen. Auch im Nachfolger konnte mich das beschauliche (zumindest tagsüber) Örtchen Cloudburst Falls mit seinem Charme einlullen und auch die Heldin von Jennifer Esteps Geschichte Lila hat nichts von ihrem Witz und ihrer Schlagfertigkeit verloren. Insgesamt eine tolle Fortsetzung, die sehr viel Bock auf das Finale macht, das noch dieses Jahr erscheinen wird. 
Vampirroman trifft Dystopie Geschichte mit mutiger Antiheldin. So könnte man den ersten Teil der Unsterblich-Trilogie von Julie Kagawa zumindest erst einmal umschreiben aber in Wahrheit steckt sehr viel mehr in diesen actionreichen und spannenden Auftakt! Die Geschichte startet in New Covington, einer sogenannten Vampirstadt. Nachdem eine Seuche den größten Teil der Menschheit vernichtet hat, haben die Vampire die Herrschaft über die Menschen übernommen. Nur in den Vampirstädten sind die Menschen sicher vor den Verseuchten, die sich immer noch vor den Stadtmauern herumtreiben. Um diesen Schutz in Anspruch nehmen zu können, müssen die Menschen allerdings einen Blutzoll an die Vampire errichten. Es gibt aber vor den Stadtmauern immer noch Menschen, die sich genau dem wiedersetzen. Sie werden als 'Unregistrierte' bezeichnet und genau zu diesen Menschen gehört die Protagonistin des Romans Allie. Schmeißt alle eure Vorurteile gegenüber Vampirromanen über Bord. 'Unsterblich' ist wahnsinnig gut! 
Mein Monatshighlight habe ich mir dieses Mal ganz bis zum Schluss aufgehoben! "Lady Midnight- Die dunklen Mächte" ist der Auftakt einer weiteren Schattenjäger-Trilogie von Cassandra Clare und was soll ich sagen? Alles sieht danach aus, dass "Die dunklen Mächte" meine neue Lieblingsschattenjägerreihe werden könnte. Ich liebe alles an dieser Geschichte. Einfach alles. Es war schon erschreckend, wie schnell ich mich in der Schattenjägerwelt wieder Zuhause gefühlt habe. Als wäre ich nie weg gewesen. Cassandra Clare hat hier wirklich etwas Wundervolles und Einmaliges erschaffen! Ich freue mich riesig auf alles, was da noch kommen wird. 
So, das war es auch schon wieder. Mein Lesemonat Mai. Vielleicht war ja mal wieder etwas für eure Wunschliste dabei oder vielleicht habt ihr ja auch eines oder sogar mehrere Bücher gelesen? :)
Lasst es mich in den Kommentaren wissen!
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend! 

Eure Lisa 

Sonntag, 5. Juni 2016

Lilly Lindner - Die Autobiographie der Zeit





Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 220
Erschienen: 02. Mai 2016
Preis: 14.99 Euro (Ebook: 12.99 Euro)







"Es gibt da ein Flüstern in der Zeit, das größer ist als jeder Schmerz. Und wir. Wir sind nicht unsichtbar. Das ist nur ein Gefühl. Es geht vorbei. Wie alles andere auch..."

Die Gesichte der Zeit wurde in diesem bloß 220 Seiten langen Roman schnell erzählt, allerdings hält die Wirkung des neuen Werkes von Lilly Lindner "Die Autobiographie der Zeit" auf eine Art und Weise an, als hätte man so eben einen Roman mit mehreren tausend Seiten beendet.
Ich bin gleichzeitig berührt aber immer noch vor den Kopf gestoßen, mit was für einer Tiefe und absoluten Wortgewalt die Autorin in bloß kurzen Sätzen eine Geschichte erschaffen hat, die sich absolut prägend in mein Herz geschlichen hat.
Aber erst einmal ein kurzer Abriss zum Inhalt:
"Kevin war der Raum,
David war die Beständigkeit.
Shay war der Abgrund.
Und ich war die Zeit."
An ihrem 15. Geburtstag wird die Ich-Erzählerin dieses Buches und somit die Zeit, vom Tod abgeholt. Sie stirbt, verlässt ihren Heimatplaneten 'Winter' und muss fortan mit den anderen drei nun unsterblichen Mächten: dem Raum, die Beständigkeit und dem Abgrund auf der Erde das Leben der Menschen regeln und aufpassen, dass nichts aus dem Takt kommt. 
Aber gerade mit den Menschen hat die Zeit so ihre Probleme: 

"Sie waren mit einem Durchschnitts-IQ von irgendetwas unter hundert noch nicht einmal halb so intelligent und durchdacht wie die Zusammensetzung einer wässrigen Instant-Nudelsuppe."

Während die vier ihre Mächte ausüben, werden auch ihre Beziehungen untereinander und zu Außenstehenden aufgegriffen. 
Und mehr zum Inhalt, möchte ich an dieser Stelle gar nicht schreiben, da man dieses Buch vor allem selbst erleben muss. Ich bin auch der Ansicht, dass es lange noch nicht reicht "Die Autobiographie der Zeit" bloß einmal zu lesen denn beim bloß einmaligen Lesen kommt man der unglaublichen Tragweite von Lilly Lindners Worten nicht einmal im Ansatz nahe. 
"Die Autobiographie der Zeit" ist eine Geschichte voller Schönheit, voller Schmerz in jeglich erdenkbaren Ausführungen aber auch voller Hoffnung. 
Während des Lesens kam ich nicht mehr hinterher mir alle Zitate herauszuschreiben, die ich großartig fand. Es waren einfach zu viele. Bis die Erkenntnis kam, dass dieses Buch ein Kunstwerk ist. Ein Kunstwerk, das man nicht nur lesen, sondern auch fühlen, verstehen und erleben sollte. 
Lilly Lindners zauberhafte und so wundervolle Worte reißen von der ersten Zeile an mit und man weiß sofort, dass man hier etwas Wertvolles, etwas Kostbares, etwas Besonderes in den Händen hält. 
Etwas, das einen möglicherweise in dieser schnellen Zeit inne halten und durchatmen lässt. Lilly Lindner hat mir so einen Moment mit ihrer Geschichte geschenkt. 
Unbedingt lesen!

"Es war ein Bekenntnis. Von uns an die Welt. So viel Schönheit, so viel Wut, so viel Macht - so viele unerkannte Räume."

Mittwoch, 18. Mai 2016

Julie Kagawa - Unsterblich - Tor der Dämmerung






Verlag: Heyne 
Seiten: 608
Erschienen: 10.Juni 2013
Preis: 9.99 Euro (Ebook: 8.99 Euro)








Schon so lange sie denken kann, ist das Leben nicht unbedingt gut zu Allison gewesen. Nachdem ihre Mutter früh gestorben war, musste sie sich alleine durchschlagen. Und wenn das nicht schon genug wäre, lebt Allison auch noch, als Unregistrierte, in eine der größten Vampirstädte, die es gibt: New Covington. 
Unsere Welt ist in Dunkelheit gehüllt und die Menschen sind zu Gefangenen der Vampire geworden, die die Herrschaft an sich gerissen haben. Täglich müssen die Menschen ihren sogenannten Blutzoll an die Vampire errichten, damit sie weiter in dem sicheren Schutz der Vampirstädte leben dürfen denn draußen, vor den Mauern der Stadt, lauert eine Gefahr, die noch viel grausamer und noch viel größer ist...
Aber genau vor diesen Mauern lebt Allison, die sich gegen das Herrschaftssystem der Vampire gestellt hat, wei sie sich nicht an deren strengen Regeln halten will. Mit ein paar anderen Straßenkindern bewohnt sie ein altes, baufälliges Gebäude, das früher in einem anderen Leben mal als 'Schule' bezeichnet wurde. Täglicher Hunger aber auch die Angst entdeckt zu werden, beherrschen das Leben dieser jungen Menschen. Sie werden als 'Unregistrierte' bezeichnet und von den Vampiren und ihren menschlichen Sklaven verfolgt.
Als Allison und ihre Gruppe angegriffen werden und sie selbst zwischen Leben und Tod schwebt, muss sie sich entscheiden, ob sie sterben will oder das werden will, was sie ihr ganzes Leben als Feind gesehen hat: ein Vampir. Allison entscheidet sich schließlich für die Unsterblichkeit, verlässt die Stadt, in der sie aufgewachsen ist und muss erkennen, dass es da draußen noch viel mehr gibt, als sie angenommen hat...

Dystopie trifft auf Vampirgeschichte mit Antiheldin.
So könnte man den Auftakt der 'Unsterblich'-Trilogie "Tor der Dämmerung" von Julie Kagawa bezeichnen. 
Ich glaube am meisten beeindruckt war ich von der Tatsache, dass ich nie wusste, wohin diese Geschichte führen wird. Viele würden das nicht unbedingt als positiven Punkt sehen aber mir hat das trotzdem sehr gut gefallen. Es war einfach überraschend und nicht vorhersehbar. Die Story startet in Allisons Heimatstadt, New Covington, in der sie nach einem Angriff an der Schwelle zwischen Leben und Tod steht und sich entscheiden muss, ob sie das werden will, was sie eigentlich ihr ganzes Leben gehasst hat, ein Vampir. 
Als sie sich für die Unsterblichkeit entscheidet, verändert sich Allisons nun ewiges Leben komplett. Nicht nur, dass sie zum ersten Mal überhaupt ihre Heimatstadt verlässt, sie muss sich auch in ihrer neuen Rolle als Vampir zurecht finden und wie Allison dabei schnell feststellt, hat das Vampir-Dasein sowohl einige gute aber auch einige negative Eigenschaften. Zu den negativen Eigenschaften gehören zweifellos das Misstrauen und die Angst, mit denen man ihr nun begegnet und das wird, gerade im Verlauf der Handlung, noch einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Was das genau bedeutet, das möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten denn sonst würde ich auch zu viel von der Handlung preisgeben aber eines kann ich sicherlich schreiben: 
"Tor der Dämmerung" ist ein spannender, actionreicher aber auch gefühlvoller Auftakt der 'Unsterblich'-Trilogie geworden. Sicherlich gibt es Vampirgeschichten mittlerweile in Hülle und Fülle aber gerade mit der Verbindung zu den dystopischen Elementen, hatte ich doch das Gefühl etwas Neues zu lesen. 
Auch die Charaktere sind Julie Kagawa mehr als gelungen. Gerade Allison, die Hauptfigur, die durch ihre Verwandlung zum Vampir eher einen Antihelden-Charakter einnimmt, habe ich sofort ins Herz geschlossen. Natürlich sagt man Vampiren eher negative Eigenschaften nach aber sie kämpft trotzdem - während der gesamten Geschichte - für das Gute und probiert alles, um sich ihre menschlichen Züge zu bewahren.
Sehr interessant waren auch die vielen religiösen Bezüge, die in der Handlung immer wieder auftauchen und die wohl den schon ewig bestehenden Kontrast zwischen Gut und Böse noch einmal hervorheben sollen. Denn genau dieses Spiel zwischen Gut und Böse und auch die Vermischung dieser beiden eigentlichen Gegensätze, zieht sich, wie ein roter Faden, durch den gesamten ersten Band. 
Eine spannende, nicht vorhersehbare Handlung und eine tolle Protagonistin. Für mich hatte der erste Teil der 'Unsterblich'-Reihe sehr viel von dem, was eine gute Geschichte ausmacht und ich bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht. 

Donnerstag, 12. Mai 2016

Jennifer Estep - Black Blade - Das dunkle Herz der Magie







Verlag: Ivi (Piper)
Seiten: 384
Erschienen: 02. Mai 2016
Preis: 14.99 Euro (Ebook: 11.99 Euro)






Lila Merriweathers Leben kann man nicht unbedingt als langweilig bezeichnen. Nachdem sie sich jahrelang als Meisterdiebin im magischsten Ort Amerikas, Cloudburst Falls, über Wasser gehalten hat, immer begleitet von ihren seltenen magischen Fähigkeiten, die schon das ein oder andere Mal manches Monster, das Cloudburst Falls besonders nachts heimsucht, in die Flucht geschlagen hat, wird sie von einem auf den anderen Moment in eine schon ewig andauernde Familienfehde gezerrt. In Cloudburst Falls konkurrieren nämlich die einflussreichsten Familien um die Vormachtstellung in der Stadt. Ganz besonders dauert dieser Kampf zwischen den Draconis und den Sinclairs an.
Als Lila als Leibwächterin von Devon, dem Sohn des Sinclair-Familienoberhauptes Claudia, arrangiert wird, findet sie schnell heraus, dass Victor Draconi, das grausame Oberhaupt der Draconis, irgendetwas vorhat, um die Macht in Cloudburst Falls endgültig an sich zu reißen. Nur was das genau ist, das konnte Lila bisher noch nicht herausfinden.
Währenddessen findet in der Stadt das berühmte jährliche Turnier der Klingen statt, in der einzelne Mitglieder der verschiedenen Familien gegeneinander antreten, um ihr Kampftalent unter Beweis zu stellen. Überraschend wird Lila für dieses Turnier auserwählt und findet sich plötzlich im Rampenlicht wieder. Doch leider stellt sich der Wettkampf nicht als harmlose, weitere Touristenattraktion heraus. Irgendjemand versucht ihn zu sabotieren. 
Lilas Talente sind wieder einmal gefragt doch sie muss aufpassen denn sie schwebt in größere Gefahr, als nie zunächst annimmt. Aber zum Glück stehen ihr ihre neuen Freunde zur Seite denn in der Sinclair-Familie beschützt jeder den anderen...

Als ich den ersten Teil der Black-Blade Trilogie von Jennifer Estep im letzten Jahr gelesen habe, habe ich eigentlich nicht so viel erwartet und wurde sehr positiv überrascht. Die Idee um den magischen Ort Cloudburst Falls, der Meisterdiebin Lila und der Familienfehde zwischen den Sinclairs und den Draconis erinnerte zwar ein bisschen an alte Mafiafilme und ebenfalls an Romeo und Julia, wirkt aber gerade durch die Verbindung mit den Fantasy-Elementen, erfrischend neu. Dementsprechend gespannt war ich nun, wie es mit Lila und ihren neuen Freunden in Cloudburst Falls weiter geht. Und auch dieses Mal war es mir ein Vergnügen dieser besonderen Stadt ein weiteren Besuch abzustatten. 
Cloudburst Falls hat, obwohl es in den Beschreibungen in den Black-Blade Romanen mehr als typischer Touristen-Ort wirkt, trotzdem einen eigenen Charme an sich, der auch im zweiten Teil sehr schön herüberkam. Wieder einmal verspürte ich, während des Lesens, mehr als einmal den dringenden Wunsch diesen Ort zu besuchen, obwohl er leider nur aus der Fantasie der Autorin entsprungen ist. 
Na gut, irgendwie war ich ja auch schon dabei, als Lila, die Cloudburst-Falls übrigens am meisten mit einem Touristen-Ort vergleicht, die aber - wahrscheinlich genau deswegen - viel mehr mit dieser Stadt verbindet als vorher angenommen, überraschend ins Turnier der Klingen gewählt wird und sich plötzlich mit dem Rampenlicht auseinander setzen muss, das diese Ernennung mit sich bringt. Nicht einfacher wird es natürlich, als sich das Turnier doch nicht als harmloser Wettbewerb herausstellt aber glücklicherweise hat sie nun Freunde an ihrer Seite. Freunde und Devon, mit dem die liebestechnischen Verhältnisse immer noch nicht geklärt sind. 
Jennifer Estep verbindet in ihrer Fortsetzung geschickt zwei Handlungsstränge miteinander, die sich einmal um die unmittelbaren Geschehnisse im Turnier der Klingen drehen und einmal um die persönliche Fehde zwischen Lila, den Sinclairs und den Draconis, die besonders für den dritten Teil einiges versprechen lässt. 
Somit ist der zweite Teil der Black-Blade Reihe "Das dunkle Herz der Magie" ein würdiger und lesenswerter Nachfolger geworden. 
Ich freue mich sehr auf das Finale! 
Freut ihr euch auch? 
Oder habt ihr Angst vor Monstern?
Dann solltet ihr Cloudburst Falls besser nicht besuchen! 
Für alle anderen kann ich nur sagen: Willkommen im magischsten Ort Amerikas, dem Ort, an dem sich Monster und Mafia 'Gute Nacht' sagen! 
Willkommen in Cloudburst Falls! 

Montag, 9. Mai 2016

Alexandra Burt - Remember Mia






Verlag: dtv premium
Seiten: 380
Erschienen: 22. April 2016
Preis: 14.90 Euro (Ebook: 12.99 Euro)








Estelle ist eine junge Mutter, die den wohl schlimmsten Albtraum erlebt, den man sich als Mutter vorstellen kann. Nachdem sie bewusstlos und schwer verletzt aus ihrem zerstörten Autowrack befreit wurde, fehlen ihr sämtliche Erinnerungen an die Zeit unmittelbar vor dem Unfall. Sie erinnert sich weder daran, warum sie mit ihrem Auto in die Schlucht gefahren ist, noch was sie in Dover, der Ort, an dem der Unfall statt gefunden hat und der mehrere Kilometer von ihrem Wohnort entfernt liegt, wollte. 
Am schlimmsten ist aber die Tatsache, dass sich Estelle nicht mehr daran erinnern kann, was mit ihrer kleinen Tochter Mia passiert ist, die kurze Zeit vor dem Unfall spurlos verschwand. 
Wollte sie in Dover möglicherweise Mia finden?
Fakt ist, dass etwas dort passiert sein muss denn die Ärzte finden bei Estelle zusätzlich zu ihren Verletzungen vom Unfall noch eine Schusswunde, die sich keiner erklären kann. Als Estelle schließlich, mit Hilfe eines Therapeuten, versucht nach und nach ihre Erinnerungen zu rekonstruieren, muss sie sich die Frage stellen, wie viel Anteil sie selbst an dem Verschwinden ihrer kleinen Tochter hat...

"Remember Mia" von Alexandra Burt gehört zu den Büchern, die wohl gerade für Mütter keine leichte Kost sein dürften. Die Autorin beschreibt ein Szenario, das für jede Mutter ein absoluter Albtraum sein muss. Es geht um die Frage: Was ist mit meinem Kind geschehen? Ist es entführt worden? Wird es möglicherweise gerade misshandelt? Und: Habe ich vielleicht selbst mit dem Verschwinden meines Kindes zu tun? 
Alles Fragen, die sich die Protagonistin Estelle in Alexandra Burts Geschichte immer wieder stellen muss. Sie ist zu Beginn der Story völlig hilflos. Ohne irgendeine Erinnerung an den Albtraum, der zu ihrem Leben wurde, werden die Beweise, das sie selbst mit Mias Verschwinden zu tun hat und sich nun, aus lauter Schuldgefühlen, umbringen wollte, immer erdrückender. Und auch der Leser wird in dieser Situation völlig allein gelassen. Er schwankt zwischen dem Mitgefühl für Estelle, die nun mal nichts für ihre Amnesie kann und dem doch sehr merkwürdigen Verhalten, das die Protagonistin ganz besonders am Tag von dem Verschwinden ihrer kleinen Tochter gezeigt hat. 
Alexandra Burt ist mit "Remember Mia" zweifellos ein gut konstruierter und clever erzählter Thriller gelungen, der es sich leisten kann, ohne blutige Elemente aus zu kommen. Gerade weil hier mit der Schuldfrage mehr als einmal gespielt wird, wird der Leser lange im Unklaren gelassen, was denn nun eigentlich genau zu Estelles Autounfall und zum Verschwinden von Mia geführt hat. Erst, als mit Hilfe eines Spezialisten die Erinnerungen der jungen Mutter nach und nach wieder hergestellt werden, beginnt sich die mysteriöse Geschichte etwas zu lichten. 
"Remember Mia" ist ein spannend erzählter, an einigen Punkten etwas langatmig geratener aber dennoch überzeugender Roman geworden. Auch der Schluss hat mir sehr gut gefallen, weil er realistisch gehalten wurde und somit glaubwürdiger wirkte. 
Alle Thriller Fans werden hier sicherlich auf ihre Kosten kommen!

Montag, 2. Mai 2016

Lesemonat April

Hallo Freunde :)
Herzlich Willkommen zu meinem Lesemonat April. Im vergangenen Monat kam ich dieses Mal auf acht Bücher, wobei eins ein Ebook gewesen ist. Insgesamt waren es 3571 Seiten. 
Okay, das waren die Daten, kommen wir jetzt zu den Fakten, ich würde sagen:
Los geht's!
Ach ja, natürlich habe ich auch diesen Monat ein weiteres Buch aus der schon fast - für mich - legendären 'Das Lied von Eis und Feuer' Reihe gelesen. Dieses Mal handelt es sich um den fünften Band der Serie "Sturm der Schwerter". Es ist also Halbzeit bei Game of Thrones, da es bisher insgesamt zehn veröffentlichte Bücher gibt. Was soll ich sagen? Meine Begeisterung ist nicht abgebrochen, im Gegenteil steigt sie sogar von Buch zu Buch. Sofern das überhaupt noch möglich ist. In Westeros spitzen sich die Angelegenheiten währenddessen zu, es scheint, dass es irgendwann einen großen Knall geben wird. Und ich habe jetzt schon sehr viel Angst vor diesem Knall, da ich gemerkt habe, dass ich doch eine emotionale Verbindung zu einigen Charakteren aufgebaut habe und da der Autor dafür bekannt ist, dass ihn diese emotionalen Verbindungen sehr egal sind, kann ich mich wohl auf noch so einiges vorbereiten...Na gut, ich bin bereit und gespannt, was mich noch erwarten wird...
Das nächste Buch im April war eines, das ich schon seit gefühlten Ewigkeiten lesen wollte und nun endlich die Möglichkeit bekam. In "Der Trick" von Emanuel Bergmann geht es um einen in die Jahre gekommenen Bühnenzauberer und einen kleinen Jungen, der seine Eltern wieder zusammen bringen möchte, die kurz vor der Scheidung stehen. Der Liebeszauber vom Großen Zabbatini soll da genau das richtige Mittel sein. Bergmann verbindet zwei Erzählstränge miteinander, wobei der eine in unserer heutigen Zeit spielt und der andere aus der Zeit kurz vor dem zweiten Weltkrieg. "Der Trick" ist ein wunderschön erzählter und sehr, sehr lesenswerter Roman geworden, der mir auf jeder Seite gefallen hat und der das Warten auf jeden Fall wert war. 
Kommen wir nun zu einem Buch, das Teil eines tolles Projektes war, wie ich finde. Der erste Teil "Von der Nacht verzaubert" der Reihe von der Autorin Amy Plum ist Teil einer Wanderbuch-Aktion, die von meiner Blogger-Kollegin 'Bücherjunkie-Sucht nach Fantasie' ins Leben gerufen wurde. Dieses Exemplar war also bei ganz vielen Bloggern unterwegs und jeder hat seine Gedanken zu der Geschichte in ein Notizbuch geschrieben, das dabei lag. Da meine Wenigkeit die letzte Station gewesen ist, wird das Buch bald wieder bei seiner Besitzerin landen und ihr könnt noch einiges mehr zu der Aktion erfahren. Das Buch an sich hat mir übrigens im Großen und Ganzen gefallen, obwohl es doch an manchen Stellen klischeehaft wirkte, fand ich die Geschichte doch am Ende überzeugend. Ganz besonders für Fans der Twilight-Reihe, kann ich es ganz besonders empfehlen. 
Kommen wir nun zu einem Buch, das mir einiges abverlangt aber mir genauso viel wieder zurückgegeben hat. "Mein bester letzter Sommer" ist der erste Jugendroman der Autorin Anne Freytag und ist eine beispiellose Hommage an das Leben. Auf jeder einzelnen Seite der Geschichte der beiden Protagonisten Tessa und Oskar habe ich gelitten, gefiebert und auch auf fast allen Seiten Tränen in den Augen gehabt. Natürlich, dieses Buch tut weh, es hinterlässt an vielen Stellen ein flaues Gefühl im Magen und einen Kloß im Hals aber an mindestens genauso vielen Stellen bringt es dich zum Lächeln und zum Lachen, auch wenn dir dabei die Tränen über die Wangen laufen. Tessas und Oskars Geschichte ist besonders und absolut lesenswert. Ein Buch, das ich uneingeschränkt jeden empfehlen kann, allerdings nicht ohne eine gehörige Ladung Taschentücher. 
Und wo wir schon einmal bei wunderschönen und großartigen Geschichten sind...Chapeau, Mrs. Hoover, das war ihr Glanzstück! Sehr viel habe ich im Vorfeld über "November 9" gehört und es hatte sehr viel damit zu tun, dass Colleen Hoover hiermit ihr bisher bestes Buch vorgelegt haben soll und als ich dann entschieden habe, dass ich nicht auf den deutschen Veröffentlichungstermin warten kann, habe ich "November 9" schließlich gelesen und kann nur sagen, es stimmt! Mit der Geschichte von Ben und Fallon ist Colleen Hoover wieder einmal etwas ganz Besonderes gelungen und weil ich auch die Idee, die diesem Roman zugrunde liegt, großartig fand, muss ich meine Einschätzung von "Maybe Someday" aus dem letzten Lesemonat schon widerrufen. "November 9" ist mein neues Lieblingsbuch der Autorin. Unbedingt lesen! Es soll übrigens auf jeden Fall auch auf Deutsch erscheinen. 
Das nächste Buch im Lesemonat April kam von Benedict Wells. "Vom Ende der Einsamkeit", über dieses Buch habe ich ebenfalls im Vorfeld sehr viel Positives gehört und war deswegen sehr neugierig auf die Geschichte und auch hier wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht, im Gegenteil. Es ist eine besonders schön erzählte Lebensgeschichte voller Emotionen und Gefühlen, die auch nach dem Lesen lange Zeit im Gedächtnis bleibt. Zudem bietet "Vom Ende der Einsamkeit" ein richtiges Zitatefeuerwerk, ich kam gar nicht mehr hinterher mit dem Notieren, während ich dieses wundervolle Buch lesen durfte. Auch hier kann ich also nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Dieses Buch hat mich wirklich begeistert! Auch die anderen Bücher von Benedict Wells werde ich mir jetzt einmal genauer ansehen. 
Und da ist er wieder! Der erste Band einer neuen Reihe, der nicht nur einiges verspricht, sondern von der ersten Seite begeistert hat. Lange wusste ich nicht, was ich von den Luna-Chroniken der Autorin Marissa Meyer halten soll. Normalerweise sind Märchenadaptionen nicht unbedingt mein Ding aber nachdem ich von einigen Mitmenschen gehört habe, dass diese Reihe eigentlich mehr Dystopie ist, habe ich es dann doch mit dem ersten Teil probiert und ich war begeistert. Die Luna-Chroniken haben somit durchaus Potenzial zu einen meiner Lieblings-Reihen zu werden. Die Geschichte von Cinder hat mich von der ersten Seite eingenommen und ich konnte nicht erwarten, wie es weiter geht. Momentan lese ich schon den zweiten Band und auch dieser konnte mich bisher überzeugen. Es sieht also sehr gut aus. 
Kommen wir nun zum letzten Buch diesen Monat und zum einzigen Ebook. Und damit sind wir auch schon wieder im Bereich Dystopie denn das ist "Saymon's Silence-New Horizon", der aktuelle Roman von Jennifer Alice Jager auf jeden Fall. Es ist aber auf der anderen Seite wiederum keine typische Dystopie, da im Mittelpunkt ein eher etwas ungewöhnlicher Protagonist steht. Saymon ist stumm, dieser Umstand schuldet er aber nicht unbedingt einer körperlichen Ursache. Er kann sich nur einfach nicht dran erinnern, jemals gesprochen zu haben. Saymon ist Held und Hauptfigur in seiner Geschichte, einer Geschichte, die mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, eben, weil sie auch einmal anders und neu war. Somit ist "Saymon's Silence" für jeden Dystopie-Fan eine tolle und lesenswerte Geschichte geworden. 
So und das war es auch schon wieder. Vorbei ist er mein Lesemonat April. Ich hoffe, ihr konntet ein bisschen Lesefutter für eure Wunschliste sammeln und wer weiß? Vielleicht habt ihr ja auch etwas aus meinem Lesemonat gelesen? 
Ich bin auf jeden Fall gespannt, was mich im nächsten Lesemonat erwarten wird. 

Eure Lisa. 

Montag, 18. April 2016

Blogtour "Die längste Nacht" von Isabel Abedi


Hallo und Herzlich Willkommen zu Tag 18 der Blogtour zum Roman "Die längste Nacht" von der wunderbaren Isabel Abedi. 
Bei mir werden heute zwei Dinge verbunden, die schon fast zueinander gehören und zwar das Buch und der Film. Allerdings geht es nicht um eine mögliche Verfilmung des Romans "Die längste Nacht", obwohl ich das für eine hervorragende Idee halte, sondern um eine Liste von Filmen, die die Autorin gesehen hat, während sie ihr Buch geschrieben hat. 

Da mir die wundervoll detailliert ausgearbeiteten Schauplätze in Isabel Abedis Roman besonders aufgefallen sind, habe ich mir gedacht, ich stelle euch die Filmliste als eine Art Reiseroute vor, die oft auch - und das mag, angesichts der Tatsache, dass "Die längste Nacht" ebenfalls dort spielt, nicht überraschen - durch Italien führt. 


1. Station Rom

"La Grande Bellezza - Die große Schönheit (2013)
Obwohl er vor mittlerweile 40 Jahren einen gefeierten Roman geschrieben hat, hat der hoch angesehene Autor Jep Gambardella (Toni Servillo) diesem großen Erfolg nie ein Zweitwerk folgen lassen. Stattdessen arbeitete er als anerkannter Journalist, ließ es sich auf Partys gutgehen und philosophierte vor sich hin. Doch hinter der Fassade des Lebemannes steckt ein höchst desillusionierter Mann, dem die Oberflächlichkeit Roms mehr und mehr zusetzt. An seinem 65. Geburtstag, den Jep mit einer ausschweifenden Feier begeht, blickt er zurück auf sein Leben. Obwohl es ihm nie an weiblicher Gesellschaft mangelte, gehen seine Gedanken immer wieder zurück zu seiner großen Liebe, die er niemals haben konnte. Als er erfährt, dass diese gerade im Sterben liegt, wird seine Wehmut noch größer. Gerne würde er wieder schreiben um dem Leben einen Sinn zu geben, denn Jep wird klar, dass alles vergänglich ist und auch er nicht ewig leben wird."


Der erste Film auf Isabel Abedis Filmliste spielt im Herzen Italiens und handelt von einer großen Liebe und der Vergänglichkeit des Lebens. Themen, die man auch in "Die längste Nacht" wieder findet. Schon im Trailer zum Film fallen die eindrücklichen Bilder auf, mit denen der Regisseur arbeitet und nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass diese die Autorin inspiriert haben. 

2. Station St. Tropez

"Der Swimmingpool (1968)
Der Autor Jean-Paul lebt mit seiner Geliebten Marianne in einer abgelegenen Villa bei St. Tropez. Eines Tages erhalten sie Besuch von Mariannes Ex Harry und dessen 18-jähriger Tochter Pènèlope. Obwohl Jean-Paul und Harry alte Freunde sind, treten Spannungen auf, die durch den Umstand, dass sich Jean-Paul daran macht, Pènèlope zu verführen, nicht geringer werden. Schließlich kommt es zu einer tödlichen Auseinandersetzung im Swimmingpool."


Allein schon bei der Beschreibung des Films "Der Swimmingpool" bemerkt man schnell, dass das Hauptaugenmerk auf die Protagonisten liegt und genau das ist auch bei "Die längste Nacht" der Fall. Ohne zu viel von der Handlung zu verraten, stehen doch ganz deutlich die Beziehungen untereinander von Isabel Abedis Figuren im Vordergrund und man kann sich sehr gut vorstellen, dass sie sich von diesem Film inspirieren gelassen hat. 

3. Station USA

"Capote (2005)
Herausragendes Porträt des legendären Truman Capote, der den Mordfall untersucht, der ihn zum Verfassen von "Kaltblütig", dem ersten True-Crime-Roman der Geschichte, bringt.

Im Jahr 1959 reist der ebenso talentierte wie extravagante Reporter Truman Capote (Philip Seymour Hoffman) nach Kansas, um für die New York Times über einen aufsehenerregenden Mordfall zu berichten. Dort, inmitten von Amerikas endlosem Farmland, haben zwei Streuner soeben eine komplette Familie ermordet, nachdem sie in deren Haus erfolglos nach Beute gestöbert hatten. Capote knüpft enge Kontakte zu einem der Verhafteten und weckt das Misstrauen von Sheriff Dewey (Chris Cooper)."


In dem Film "Capote" aus dem Jahr 2005 recherchiert der berühmte Schriftsteller Truman Capote, hier verkörpert durch den verstorbenen Schauspieler Philip Seymour Hoffman, zu einem Kriminalfall, den er später in seinem Buch "Kaltblütig" verarbeiten wird. Dieses Szenario erinnert stark an den Grund, den die Protagonistin Vita erst in das kleine Dörfchen Viagello in Italien gebracht hat. Das Manuskript, das sie im Arbeitszimmer ihres Vaters gefunden hat und in dem von Viagello die Rede war. Die Geschichte, die sich schlussendlich dahinter verbirgt erinnert von den Methoden her ein bisschen an die Handlung in "Capote", Isabel Abedi hat sich wohl hier ebenfalls ganz wundervoll inspirieren lassen. 

4. Station Verona 

"Romeo und Julia (1996)
Die Geschichte dieser tragischen Liebe kennt wohl jeder. Romeo (Leonardo DiCaprio), der Sohn der Montagues, verliebt sich auf einem Ball im Hause Capulet in Julia (Claire Danes), die Tochter der gegnerischen Familie. Ohne das Wissen ihrer Eltern wollen sich die Verliebten vermählen und hoffen so den ewigen Streit der beiden Häuser zu schlichten. Doch dann wird Romeos Freund Mercutio (Harold Perrineau) von Tybalt (John Leguizamo), dem Cousin der Julia, getötet, woraufhin Romeo Tybalt tötet. Um seiner Strafe zu entgehen, flieht Romeo nach Mantua und will dort ausharren, bis sich die ganze Sache beruhigt hat. Doch inzwischen soll Julia auf Drängen ihrer Eltern mit dem einflussreichen Grafen Paris (Paul Rudd) vermählt werden. Um der Hochzeit zu entgehen, bekommt sie von Pater Laurence (Pete Postlethwaite) einen Trank verabreicht, der sie vorübergehend in einen todesähnlichen Zustand versetzt".


"Romeo und Julia" ist unsere letzte Station der kleinen Reiseroute der Filme, die Isabel Abedi zu ihrem neuen Roman "Die längste Nacht" inspiriert haben und meiner Ansicht nach hat dieser Film den stärksten Einfluss auf das Buch. Allein die Motive "Selbstmord" und "Verbotene Liebe" haben einen wesentlichen Einfluss auf Vitas Abenteuer in Viagello. Aber auch ein wichtiger Schauplatz der Geschichte erinnert an die tragische Liebe von Romeo und Julia.


Welche detallierten Einflüsse das in allen hier vorgestellten Filmen genau sind, das könnt ihr wohl nur herausfinden, wen Ihr "Die längste Nacht" lest :)
Wer sich noch einmal überzeugen will, gibt es hier nochmal meine Rezension mit Inhaltsangabe 

Ich hoffe euch hat mein Beitrag der Blogtour gefallen.
Morgen geht es weiter bei http://www.beautybooks.at/ mit einem genaueren Blick auf die Protagonisten.

Bleibt mir nur noch ein kleines Gewinnspiel anzukündigen. 

Gewinnspiel

Ihr habt die Möglichkeit drei signierte Ausgaben von "Die längste Nacht" zu gewinnen! 
Kommentiert einfach was Liebes unter diesem Beitrag und ich lose eine Person aus, die dann in dem großen Auslosetopf des Arena-Verlages hüpft und mit etwas Glück habt ihr das Buch bald Zuhause!
Das Gewinnspiel läuft bis zum 29. April. In der ersten Maiwoche wird die zweite Auslosung stattfinden und die Gewinner werden dann vom Arena-Verlag benachrichtigt! 
Ich wünsche euch allen viel Glück! 

Lisa. 


Freitag, 15. April 2016

Anne Freytag - Mein bester letzter Sommer





Verlag: Heyne fliegt
Seiten: 368
Erschienen: 08. März 2016
Preis: 14.99 Euro (Ebook: 11.99 Euro)







Tessa wird sterben. 
Daran gibt es nichts mehr zu zweifeln oder schön zu reden. Das Loch in ihrem Herzen wird dieses irgendwann zu seinem letzten Schlag bringen. 
Seit der schrecklichen Diagnose hat sich Tessa zu Hause, in ihrem Zimmer, verkrochen und lässt kaum noch Menschen an sich heran. Ihrer Mutter, die das Geheimnis um den nahenden Tod ihrer Tochter jahrelang mit sich herum getragen hat ohne etwas zu sagen, gibt Tessa die Schuld an allem. Mit ihrer Schwester, mit der sie eigentlich immer ein gutes Verhältnis hatte, redet Tessa kaum noch, außer um zu streiten. Ihr Vater, der es wohl Zuhause nicht mehr aushält, flüchtet sich in Arbeit.
Tessas Gedanken kreisen einzig und allein um ihren bevorstehenden Tod. Sie weiß nicht, ob es bereits morgen, nächste Woche oder nächsten Monat passiert. Doch ihre Gedankenwelt und ihr ganzes Leben wird auf den Kopf gestellt, als Tessa Oskar begegnet. Mit Oskar ist plötzlich alles anders und obwohl sie ihn anfangs auch nicht an sich heranlassen will, durchbricht er Tessas Mauern und zeigt ihr, dass, obwohl sie nicht mehr viel Zeit hat, das Leben trotzdem verdammt großartig sein kann...

"Puh", das ist wohl der erste Ausdruck, der mir einfällt, wenn ich über den ersten Jugendroman der Autorin Anne Freytag nachdenke. "Mein bester letzter Sommer" tut auf den meisten seiner 368 Seiten richtig weh. Das liegt zum ersten daran, dass die Autorin das Schicksal ihrer jungen Protagonistin schonungslos erzählt. An Tessas Loch im Herzen wird nichts beschönigt, die junge Frau ist todkrank und wird das nächste Lebensjahr nicht mehr erreichen. Und diese Tatsache hat erst einmal dazu geführt, dass ich auf jeder verdammten Seite einfach furchtbar mit gelitten habe. Die Frage, wie man sich fühlen muss, wenn man jederzeit damit rechnet, dass das Leben zu Ende geht, zog sich, als roter Faden, durch den gesamten Roman und führte somit auch zwangsläufig dazu, dass man sich die Frage auch selbst des öfteren gestellt hat.
Tessa hat eigentlich noch ihr gesamtes Leben vor sich, sie hatte Pläne, die sie jetzt alle nicht mehr verwirklichen kann. Das ist traurig und das ist auch immer noch traurig, als dann Oskar schließlich in der Handlung auftaucht. 
Oskar ist für Tessa der Sonnenstrahl an einem wolkenverhangenen Himmel, wie kitschig das auch klingen mag aber genauso ist es. Völlig selbstlos stellt er seine eigenen Gefühle nach hinten und tut alles dafür, dass Tessas letzte Zeit auf Erden unvergesslich wird und genau das gelingt ihm auch. Man möchte Oskar einfach nur in den Arm nehmen, dafür, dass er Tessa gezeigt hat, dass das Leben, auch mit einer einfach nur grausam schrecklichen Ausgangssituation, wundervoll sein kann. Wundervoll aber vor allem auch lebenswert. Und das lässt den Kloß im Hals, der den Leser, während der gesamten Geschichte, erhalten bleibt, wenigstens ein bisschen verblassen.
Anne Freytag setzt uns mit "Mein bester letzter Sommer" keine leichte Kost vor. Wie schon erwähnt, tut dieses Buch weh. Zweifellos ist es aber gleichzeitig eine wundervolle Hymne an das Leben. Eine Geschichte, die zeigt, was Liebe kann, wenn du mit dem richtigen Menschen zusammen bist.
"Mein bester letzter Sommer" berührt auf jeder Seite und bleibt lange im Gedächtnis. 
Unbedingt, unbedingt lesen! 

Samstag, 9. April 2016

Blogtour "Ex und Hopp": To-Do-Liste mit Tipps und Tricks, wie man über seinen Ex hinweg kommt.


Hallo und Herzlich Willkommen zum vorletzten Tag der Blogtour "Ex und Hopp", das Buch von der wirklich zauberhaften Fräulein Jacky D. 
Gestern bekamt ihr bei der Bianca vom Blog bibilotta.de bereits einen Überblick über Jackys Männer und ihre Berufssparten.
Bei mir geht es heute weiter mit einer eigens angelegten TO-DO-LISTE MIT TIPPS UND TRICKS, WIE MAN ÜBER SEINEN EX HINWEG KOMMT.

Na dann, fangen wir auch schon an! 



NUTELLA, NUTELLA, NUTELLA! 

Nutella hilft einfach in allen verdammten Lebenslagen. Leg am besten einen ausreichenden Vorrat an, da man, während dieser speziellen Trauerphase, möglichst nicht vor die Tür gehen sollte, um die Nachbarskinder, mit dem eigenen Anblick, nicht zu verschrecken.

Aber das macht überhaupt nichts. Du gehörst nicht nach draußen, du gehörst zu deinem Glas Nutella. Zudem ist dieses vielseitig verwendbar.

Du kannst es mit einem extragroßen Löffel direkt aus dem Glas löffeln (Ich finde es übrigens nicht richtig, dass die Suppenkelle nicht in die handelsüblichen Gläser passt).

Du kannst es extradick aufs Brot schmieren. 

Du kannst versuchen damit eines dieser unzähligen, angeblich ganz einfachen Rezepte nach zu backen, die man immer in Videoform auf Facebook findet, dabei die Zutaten verwechseln, das Rezept, Facebook und die ganze Welt verfluchen, die Küche als Schlachtfeld zurücklassen und einfach weiter aus dem Glas löffeln. Das schmeckt nämlich genauso gut.


GEH SCHAUKELN!

Egal, was für ein verdammtes Arschloch der Typ war, all das vergisst man leicht, wenn man sich einfach auf die Schaukel setzt und losschaukelt.

Je höher, desto besser. Am besten so hoch, dass du direkt in eine andere Welt schaukelst und zwar in eine, in der neben dir auf der Schaukel Ryan Gosling oder ein beliebig anderer gut aussehender Mann sitzt, der dir seine Hand reicht, um auf der Stelle mit dir in sein Strandhaus zu ziehen, natürlich mit einer riesigen Bibliothek und einem Zehn-Jahres-Vorrat an Nutella. 






"ICH HABE DIE SERIE WIRKLICH ERST ZUM 15 MAL GESEHEN!"

Schau dir deine Lieblingsserien an und zwar im Marathon! Auch wenn du andere angeblich wichtigere Verpflichtungen hast, nein, hast du nicht. Der Typ war ein Arschloch, deswegen darfst du das! Du darfst die Serie auch gucken, wenn du sie bereits zum 15 mal gesehen hast und die Dialoge der Schauspieler bereits auswendig mitsprechen kannst. In diesem Moment ist genau diese Serie einfach wichtig!


„The Walking Dead“ würde dir beispielsweise zeigen, dass es anderen wirklich schlechter geht als dir. So eine Zombie Apokalypse geht sicherlich richtig an die Substanz und wie scheiße wäre es denn bitte in einer Welt ohne Nutella zu leben?


„Friends“ macht dir schon alleine im Titellied wieder gute Laune und es macht überhaupt nichts laut und falsch singend durch die Wohnung zu tanzen. Deine Nachbarn müssen das einfach akzeptieren.


Und „Game of Thrones“? „Game of Thrones“ gibt dir die besten Tipps, wie du deinem Ex am besten über den Weg läufst mit einer Waffe in deiner Hand.


Du siehst: Serien sind einfach ein bewährtes Mittel (und man kann Nutella dabei essen)


HORRORFILME!

Auch wenn du normalerweise der größte Schisser auf diesen verdammten Planeten bist, wenn der Penner dich verarscht hat, ist das der allerbeste Zeitpunkt mit dem Horrorfilm gucken anzufangen.

Der Typ raubt dir den Schlaf, okay, nach dem Horrofilm wirst du auch nicht unbedingt mehr schlafen aber du tust dies aus den richtigen Gründen. Schließlich musst du wach bleiben, um nicht von dem Clown gefressen zu werden, der sich unter deinem Bett versteckt und wer war noch einmal der Typ, dem du nachtrauerst? Völlig vergessen! Der Horrorfilm hat seine Pflicht getan! (Und irgendwann wirst du auch keine Angst mehr haben, gegen Angst soll ja auch Zucker ganz gut sein, Nutella?)


AUTO FAHREN!

Setz dich ins Auto und fahr los! Ohne Ziel, ohne Richtung, okay, in eine Richtung solltest du schon fahren, sonst könntest du eventuell Probleme mit der Straßenverkehrsordnung bekommen. Aber wenn du dann im Auto sitzt, deine Lieblings CD mit deinem absoluten Lieblingssong einlegst und anfängst laut mizusingen dann kann es dir nur zwangsläufig besser gehen.

Lass dich dabei auch nicht von den irritierten Blicken der anderen Autofahrer verunsichern! Die sind in Wahrheit nämlich einfach nur neidisch, weil die nicht so schön singen können wie du! 


ANDERE LÄNDER, ANDERE KERLE!

Es wird Zeit für einen Tapetenwechsel! Der Typ war das größte Arschloch aller Zeiten, du hast es verdient dir eine Auszeit zu nehmen! Fahr weg, mach einen Kurztrip oder direkt eine große Reise. Fahr irgendwo hin, wo du schon immer einmal hin wolltest. Es wirkt Wunder, wenn man andere Länder zu sehen bekommt, noch mehr Wunder bewirkt es, wenn du andere Kerle zu sehen bekommst! Auf jeden Fall wird es dir gut tun. Reisen bildet ja auch bekanntlich.

Aber entscheide dich bloß für ein Land, in dem es Nutella zu kaufen gibt. Da gibt es bestimmt irgendwo eine Liste zu finden oder gibt es da nicht eine App für?


KONZERTE SIND DIE BESTE MEDIZIN!

Musik kann bekanntlich sehr viel und noch viel mehr kann Live-Musik. Geh auf das Konzert deiner Lieblingsband, deiner Lieblingssängerin oder deines Lieblingssängers. Die sind momentan nicht auf Tour? Kein Problem! So eine schlimme Trennung ist ja wohl die beste Gelegenheit wieder auf Tour zu gehen. Da wird dein Lieblingskünstler oder deine Lieblingskünstler ja wohl Verständnis für haben.

Man kann der Tour dann auch einen coolen Titel geben wie „Mark, nimm das! Ich knutsche mit dem gut aussehenden Gitarristen hinter der Bühne und du kannst gar nichts dagegen machen!“-Tour 2016. Wird sicherlich sofort ausverkauft sein. Es gibt jedenfalls nichts Besseres als auf dem Konzert deines Lieblingskünstlers ordentlich die Sau raus zu lassen. Musik kann wirklich sehr viel!


STELL DICH DER SITUATION!

Wenn du das machst, mach es richtig! Kauf dir kiloweise Eiscreme, eine Tonne Taschentücher, zieh deinen hässlichsten aber bequemsten Pyjama an und sieh dir den schlechtesten Liebesfilm aller Zeiten an! Und zwar einen, der wirklich so schlecht ist, dass du schon wieder lachen musst und weinen gleichzeitig. Aber weinen hilft ja auch manchmal. Weinen, Eiscreme und Nutella, welches man ja auch bequem dazu essen kann.

Sei einfach ein einziges beschissenes Klischee aber nur für diesen einen Abend, danach bist du wieder fabelhaft!


DIE BUCHHANDLUNG, DER GLÜCKLICHSTE PLATZ DER WELT!

Das beste Rezept gegen einfach alles Negative auf dieser Welt ist der Besuch in einer Buchhandlung. Natürlich ist der Besuch in einer Buchhandlung mit einem kürzlich erhaltenden Lottogewinn noch besser aber man kann ja nicht alles haben.

Bücher machen glücklich, man kann nie genug davon haben! Und heute darfst du dir das gönnen. Also kaufe dir ein paar Fluchten aus der Realität, atme den Geruch der Bücher ein und im Nu wirst du den Namen deines Verflossenen vergessen haben!


KAUF DIR 'EX UND HOPP'

Wenn du gerade schon einmal beim Bücherkauf bist, dann schaffe dir auf alle Fälle das Buch „Ex und Hopp“ von der zauberhaften Fräulein Jacky D an. Es ist einfach wunderbar zu erkennen, dass du da draußen nicht alleine bist und es auch noch andere gibt, die hauptsächlich Vollpfosten an Land ziehen. Fräulein Jacky D beschreibt ihre katastrophalen Männerbekanntschaften auf so witzige und charmante Art und Weise, dass du einfach nur aufgemuntert werden kannst.



Und einen Punkt auf der Liste kannst du jetzt sofort abhaken, wenn du an unserem wunderbaren Blogtour-Gewinnspiel teilnimmst!
Dazu musst du nur eine Frage beantworten:

"Wie wirst du am besten mit Liebeskummer fertig?"

Kommentiert einfach diesen Beitrag und schon bist du dabei.
Wer nicht kommentieren kann, kann auch gerne eine E-Mail an Susanne (Bücher aus dem Feenbrunnen) schreiben: [email protected]
Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Und hier kommen die Gewinne:

1. und 2. Preis
Je ein TB "Ex und Hopp" und Überraschungsgoodies

3. und 4. Preis
Je ein Ebook "Ex und Hopp" (Mobi/EPub) und Überraschungsgoodies
5. und 6. Preis
Je ein Hörbuch "Ex und Hopp" (CD) und Überraschungsgoodies
7. Preis
Überraschungsgoodieset




TEILNAHMEBEDINGUNGEN:
*Teilnahme am Gewinnspiel ist erst ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis der Eltern
*Bewerber erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden
*Ein Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns besteht nicht
*Keine Haftung für den Postversand 
*Versand der Gewinne innerhalb Deutschland-Österreich-Schweiz
*Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
*Bitte darauf achten eine E-Mail Adresse zu hinterlassen oder sich im Gewinnfall innerhalb einer Woche zu melden denn ansonsten verfällt der Gewinn
*Die Blogtour läuft vom 04. bis zum 10. April 2016
*Das Gewinnspiel endet am 10.04.2016 um 23.59 Uhr 
*Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt am 11.04.2016 im Laufe des Tages!

So, bleibt mir euch nur noch den Blogfahrplan der Tour zu nennen:

Montag, 04. April: Buchvorstellung

Dienstag, 05. April: Schauplätze

Mittwoch, 06. April: Musikalische Untermalung

Donnerstag, 07. April: Wie sollte mein Traummann aussehen?
beatelovelybooks.blogspot.de

Freitag, 08. April: Männer und ihre Berufssparten aus Jackys Sicht
bibilotta.de

Sonntag, 10. April: Prota und Autoreninterview
fantasticbooks.blogspot.de


So, das war es von mir! Ich hoffe, es hat euch gefallen und ich wünsche euch viel Glück beim Gewinnspiel! 

Eure Lisa! 

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