Freitag, 30. März 2018

Katrine Engberg - Krokodilwächter




Verlag: Diogenes
Seiten: 512
Erschienen: 28. März 2018
Preis: 22 Euro (Ebook: 18.99 Euro)



Warum musste eine junge Frau, die mitten im Leben stand, plötzlich sterben?
Mit dieser Frage müssen sich die Kommissare Jeppe Korner und Anette Werner auseinander setzen, als die Studentin Julie tot in ihrer Kopenhagener Wohnung aufgefunden wird. Julie wurde Opfer eines grausamen Verbrechens, ihr Gesicht vor und nach ihrem Tod mit einem Messer entstellt.
Während die Ermittlungen voranschreiten und erste Verdächtige gefunden werden, taucht plötzlich ein ominöses Manuskript auf, geschrieben von Julies Vermieterin, in dem der Mord an einer jungen Frau bis auf wenige Details genau beschrieben wird. 
Wollte Julies Vermieterin Esther Geschriebenes in die Tat umsetzen oder treibt ein unbekannter Täter ein perfides Spiel mit der Kopenhagener Polizei? 
Korner und Werner müssen sich beeilen, bevor der Mörder erneut zuschlägt.

Normalerweise begegne ich Thrillern, die sich mit mindestens zwei ermittelnden Kommissaren schmücken, immer mit einer gesunden Skepsis, da sich die Muster in solchen Geschichten oft wiederholen oder sehr ähneln. Neugierig auf "Krokodilwächter", der erste Fall von Korner und Werner von Kathrine Engberg, wurde ich dann allerdings wegen des erzählerischen Aspekts des Manuskriptes, das den Mord an der Studentin Julie vorher erzählt.
Leider muss ich an dieser Stelle anmerken, dass ich mich von diesem erzählerischen Bauteil habe blenden lassen, denn mein abschließender Leseeindruck von "Krokodilwächter" sieht so aus, dass mich die Handlung nicht überzeugen konnte. Zunächst hatte ich das Gefühl alles schon einmal gelesen zu haben. Dem Handlungsverlauf fehlte die Frische und das Neue, was den Leser dazu gebracht hätte atemlos an den Seiten zu kleben und nicht nur Absätze und manchmal sogar ganze Seite zu überfliegen, weil man das, was als Nächstes passierte, fast schon vorausahnen konnte.
Wovon ich ebenfalls sehr enttäuscht war, waren die Charaktere in "Krokodilwächter", die so klischeebehaftet waren, als hätte man sie aus einer stereotypischen Vorlage für Thrillerkommissare ausgeschnitten und in die Handlung geklebt: Zunächst steht dort der kürzlich von seiner Frau verlassende, abgehalfterte männliche Part des Ermittlerduos, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Immer ein bisschen zu nahe am übermäßigen Alkoholkonsum und immer sehr weit vom nächsten, längst überfälligen Arztbesuch entfernt, obwohl der ganze Körper aus Schmerzen besteht, die nur noch mit Schmerzmitteln gebändigt werden können. Demgegenüber steht die viel fittere und jüngere weibliche Seite, die ihr Leben mühelos im Griff hat und neben der ganzen Arbeit natürlich noch fähig ist, eine funktionierende Beziehung zu führen. Dieses stereotypische Charakterbild war einer der Gründe, warum meine Skepsis gegenüber dieser Erzählart von Thrillern immer mehr gewachsen ist. Für mich persönlich ist es schwierig bei diesen immer wieder da gewesenen Charaktereigenschaften überhaupt irgendeine Art von Tiefe in den Figuren zu entdecken, geschweige denn eine Bindung zu ihnen aufzubauen. Einzig Julies Vermieterin Esther konnte ich etwas abgewinnen und freute mich auf die Kapitel, die aus ihrer Sicht erzählt wurden. 
Obwohl die Handlung mich so lange nicht überzeugen konnte, war es dann aber das Ende, das es noch einmal herausgerissen hat. Die schlussendliche Auflösung ist wahnsinnig klug und gut konstruiert und konnte lange in dem Umfang nicht erahnt werden.
Sehr schade, da in diesem Thriller viel Potenzial verschenkt wurde. 

Donnerstag, 29. März 2018

Blogtour. Die Stille meiner Worte - Ava Reed / Hommage an die Nebencharaktere

Liebe Freunde, 

herzlich Willkommen zum vierten Tag der Blogtour zu Ava Reed's wundervollem Werk "Die Stille meiner Worte". Bei mir geht es heute um die Nebencharaktere in der Geschichte, danach könnt ihr in diesem Beitrag noch einmal die Rezension zu dem Buch lesen und zum Schluss gibt es natürlich auch noch etwas zu gewinnen. 


Laut dem Duden wird der Begriff "Nebenfigur" mit einer wenigen wichtigen Figur gleichgesetzt. Bekannte Synonyme sind der Statist, die Statistin, die Marionette oder die Randfigur. 
Es gibt viele Geschichten auf dieser Welt, in denen der Begriff "Nebenfigur" nicht einmal annähernd die Charaktere beschreibt, auf denen sich dieser Begriff bezieht. 
Wo stünden unsere Lieblingshelden Harry Potter, Ron Weasley und Hermine Granger ohne ihre Freunde aus Hogwarts? Was wäre ein Hogwarts ohne Hagrid? Manche Geschichten hätten ohne ihre Nebencharaktere nicht erzählt werden können, "Die Stille meiner Worte" gehört zu diesen Geschichten. 

Mo

Ach Mo, weißt du eigentlich wie dankbar ich dir süßes kleines und genauso freches Fellgesicht bin? Was wäre bloß aus Hannah geworden, wenn du nicht, seit Izzys Tod, treu an ihrer Seite gewesen wärst?
Wie hätten Hannahs, Levis, Sarahs oder Linas Geschichte erzählt werden können, wenn du nicht als heimliches Maskottchen durch das Camp geschlichen wärst? Wie oft ich schmunzeln musste, als Levi aufgewacht ist und gemerkt hat, dass du auf seinem Gesicht geschlafen hast. Wie oft du Trostspender durch deine bloße Anwesenheit gewesen bist. 
Danke, dass du "Die Stille meiner Worte" zu der Geschichte gemacht hast, die sie ist. 
Du wirst für immer mein Lieblingsglückskater bleiben. 

Sarah

Sarah, was soll ich sagen?
Die Szene mit Hannah und dir im Camp ist für mich der erste absolute emotionale Höhepunkt der Geschichte gewesen. 
Wenn nicht sogar, DER Höhepunkt. 
Nachdem ich sie gelesen habe, war ich der festen Überzeugung, dass meine Gänsehaut nie wieder verschwinden wird und die Tränen. 
Es gibt so viel, was ich dir gerne sagen würde aber manchmal reichen Worte nicht, um zu beschreiben, wie sehr ich deine Stärke, deine Loyalität, deinen Mut und dein Wesen bewundere. Du warst für mich so viel mehr, als jemand, der nur am Rand steht. Du hast der Geschichte mit deiner einzigartigen und liebevollen Art und Weise deinen Stempel aufgedrückt. 
ich danke dir dafür und dass du bist, wie du bist. 

Levi

Hach Levi, immer wenn ich an dich denken muss, habe ich plötzlich das Gefühl wieder sechzehn und zum ersten Mal verliebt zu sein. 
Du bist wohl der Junge, den sich jedes Mädchen als ersten Freund wünscht, aber du bist noch viel mehr als das. 
Ich fand es so unheimlich bewundernswert, wie du mit Hannah umgegangen bist. Du hast sie nie gedrängt irgendetwas zu tun, das sie nicht wollte. Du warst geduldig die ganze Zeit, auch wenn du es nicht warst. Du hast es ihr nie gezeigt, weil du genau wusstest, was für ein Päckchen sie mit sich herum trägt. Genau wie du etwas mit dir herum trägst. 
Auch wenn Hannah ihre Worte verloren hat, du hast es geschafft trotzdem mit ihr zu kommunizieren, auf eure eigene einzigartige Art und Weise. 
Ich fand es schön, dass eure Geschichte nicht zu den klassischen Liebesgeschichten gehört, die man in Jugendbüchern so häufig findet. Eure Geschichte geht viel tiefer, sie ist ehrlich und verletzlich und deswegen so besonders.

Lina

Ich kann dich so gut verstehen, Lina. 
Deinen Anfang im Camp, als du die Leute versucht hast mit Sarkasmus von dir fernzuhalten. 
Was für eine Umstellung es gewesen sein muss plötzlich mit Menschen umgeben zu sein, die zumindest ansatzweise nachvollziehen können, was du durchgemacht hast und was du noch jeden Tag mit dir herum trägst. 
Umso schöner war es zu beobachten, wie vor allem Mo dich jeden Tag ein bisschen mehr aus deiner selbst gebauten Festung heraus locken konnte und du zeigen konntest, was für ein wundervoller Mensch unter den vielen Schichten steckt. 
Du hast mir gezeigt, wie wichtig es ist, Menschen an sich heran zu lassen, auch wenn man glaubt keinen Mensch zu brauchen. Du bist so viel stärker, als du denkst. 


Für alle, die die Geschichte noch nicht kennen und immer noch etwas Überzeugungsarbeit benötigen, kommt hier noch einmal meine Rezension zu "Die Stille meiner Worte: 

Rezension















Hannah hat ihre Worte verloren. 
Seit ihre Zwillingsschwester Izzy gestorben ist, findet sie keine Möglichkeit mehr sich akustisch ihrer Außenwelt mitzuteilen.
Hannahs Mauern, die sie um sich baut, wachsen ins Unendliche und es scheint, als würde niemand sie einreißen können. Bis zu dem Tag, an dem Hannah Levi über den Weg läuft, der fest entschlossen ist hinter ihre Fassade zu blicken und hinter ihr dunkles Geheimnis zu kommen. 

Worte zu finden ist manchmal nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. An manchen Tagen sprudeln sie aus dir heraus und du hast Mühe dabei sie in die richtige Reihenfolge zu bringen, dann gibt es Tage, an denen du sie suchst und suchst und froh bist, wenn du sie wiederfindest. 
Es kann aber auch sein, dass so etwas Schreckliches und Grausames geschieht, dass die Worte einfach verschwinden, weil sechsundzwanzig Buchstaben im Alphabet so lapidar und so wenig erscheinen, um Gefühle zu beschreiben, die nicht zu beschreiben sind und die Worte verschwunden bleiben, egal, wie verzweifelt man nach ihnen sucht. 
Und dann gibt es die schönen Momente, in denen man ein Buch liest, das den Worten Tribut zollt und das so wunderschön geschrieben ist, dass die Gänsehaut zu einem alten Freund wird und die Tränen in den Augen zu einem ständigen Begleiter. 
Eine Geschichte, die es geschafft hat Trauer, Verlust, Schuld, Freundschaft und diese kleinen Glücksmomente, die das leise Versprechen in sich tragen, dass sich das Leben vielleicht doch lohnt richtig und intensiv zu leben, in perfekter Harmonie in sich zu vereinen. 
Ein Buch, das weiß, wie es diesen besonderen Klebstoff ausarbeiten muss, der bewirkt, dass es an den Händen seiner Leserinnen und Leser kleben bleibt und es fast unmöglich scheint die Geschichte beiseite zu legen. 
Ein Buch, das man nach der letzten gelesenen Seite in die Arme schließt und sich dabei keine einzige Minute albern vorkommt. 
Ein Buch, das man versucht mit Worten gerecht zu werden, obwohl man weiß, dass dieses Vorhaben schon beim ersten Mal, in dem die Tränen deinen Blick auf die Worte verschleiert haben, aussichtslos ist. 
Für mich persönlich, die den Weg der Autorin Ava Reed seit Beginn verfolgt hat, ist "Die Stille meiner Worte" ihr bestes Werk. Sie erzählt die Geschichte einer Protagonistin, die ihre Worte verloren hat, und schafft es dabei nicht Gesprochenes durch ihren besonderen Schreibstil sichtbar zu machen, so dass man die Möglichkeit erhält, als Leser, eine ganz persönliche und fast schon intime Beziehung zu Hannah aufzubauen, da wir, die die Geschichte lesen, lange Zeit die Einzigen sind, die hinter Hannahs Fassade schauen dürfen. Und das tut manchmal so weh, dass man nicht nur einmal in die Worte hineinkriechen möchte, um Hannah Trost zu spenden und um ihren Glückskater Mo, ihren ständigen und treuen Begleiter, über das Fell zu streicheln. 
Doch "Die Stille meiner Worte" ist noch so viel mehr als ihre besondere Protagonistin. Wir begegnen Nebenfiguren, denen die Bezeichnung "NEBENfiguren" ungefähr so nahe kommt, wie Schnee dem Sommer. Egal, ob Sarah, Levi oder Lina, Sie alle haben ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen, Sie haben ihr Päckchen zu tragen und vor allem tragen Sie die Geschichte genauso wie Hannah und natürlich Mo. Ohne ihre Nebenfiguren hätte "Die Stille meiner Worte" nicht erzählt werden können. 
Ava Reeds mittlerweile sechstes Buch ist also auf vielerlei Art und Weise wertvoll. Es schafft es Unausgesprochenes auszusprechen und durch wundervolle Figuren den Schmerz und den Verlust nicht zu einem allumfassenden Etwas zu machen, das man nicht überwinden kann. Aber vor allem ist es eine Hommage an das Leben, den Neuanfang und die Erkenntnis, dass sich das Leben lohnt, egal, wie schwer es manchmal ist. 






Ihr könnt von "Die Stille meiner Worte" nicht genug bekommen?
Dann schaut euch das nachfolgende Video genau an. Hier spricht die Autorin selbst über ihr Werk:

Alle Stationen der Blogtour

26.03 Trallafittibooks Fakten und Infos rund um das Buch
27.03 bookaholic. Video-Interview mit Ava
28.03 Beauty and the book Tagebucheintrag aus Izzys Sicht
29.03 Buchmagie Hommage an die Nebencharaktere
30.03 Miss Watson Handlettering Zitate
31.03 Kielfeder 10 Gründe, warum man das Buch lesen muss
01.04 hisandherbooks Brief an Ava. Eine besondere Rezension

Gewinnspiel

Zu guter Letzt gibt es dann natürlich auch was zu gewinnen bei mir. 
Ihr habt die Möglichkeit drei Ebooks von "Die Stille meiner Worte" zu gewinnen. Kommentiert einfach diesen Beitrag und verratet mir, welche Nebenfigur euch in Büchern besonders beeindruckt hat und warum. 
Unter allen Kommentaren aller Beiträge der Blogtour wird zudem ein Hardcover verlost. 

Teilnahmebedingungen
Es besteht die Möglichkeit, ein Exemplar des vorgestellten Buches zu gewinnen. Um teilzunehmen musst du 18 Jahre alt sein. Der Rechtsweg und die Auszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen. Deine Daten werden lediglich für die Übermittlung an den Verlag und die Autorin benötigt. Eine Haftung für den Postweg ist ausgeschlossen. Der Teilnehmer ist damit einverstanden, dass sein Name öffentlich genannt wird und meldet sich im Falle eines Gewinnes innerhalb von 48 Stunden zurück. Ansonsten wird erneut ausgelost und ein Anspruch besteht nicht. Das Gewinnspiel läuft bis zum 06.04. um 23.59. Danach wird ausgelost und der Gewinner unter diesem Post erwähnt. Bitte hinterlasse deine E-Mail-Adresse zur Kontaktmöglichkeit. Beachte, dass der Gewinn über den Verlag verschickt wird und es aus organisatorischen Gründen zu zeitlichen Verzögerungen des Versands kommen kann. 
Herzlichen Dank an den Ueberreuter Verlag und Ava Reed für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und die Ermöglichung des Gewinnspieles.

Mittwoch, 21. März 2018

A.J. Finn - The woman in the window





Verlag: blanvalet
Seiten: 543
Erschienen: 19. März 2018
Preis: 15 Euro (Ebook: 4.99 Euro -Stand 21.03.18)







Anna Fox, ehemalige Kinderpsychaterin, hat seit zehn Monaten ihr Reihenhaus in New York City nicht mehr verlassen. Bei jedem Versuch wieder ins Freie zu treten, überfallen die ehemals selbstbewusste und im Leben stehende Frau Angstattacken und Ohnmachtsanfälle. Von der Ärztin zur Patientin, versucht Anna alles, um sich von der drohenden Vereinsamung zu schützen.
Dazu gehören auch regelmäßige Gespräche mit Mann und Tochter, die seit Annas psychischen Zusammenbruch nicht mehr mit in dem Haus leben. Zudem beobachtet Anna regelmäßig ihre Nachbarn, um wenigstens an irgendeinem anderen Leben teilzuhaben. 
Als die Familie Russell in das Haus gegenüber zieht, stellt sich Annas Leben plötzlich vollkommen auf den Kopf, als sie eines Tages ein schreckliches Verbrechen in dem Haus ihrer neuen Nachbarn beobachtet. 
Doch was hat sie wirklich gesehen?
Ist Anna eine glaubhafte Zeugin?
Und kann sie ihrem eigenen Urteil trauen?

Mit "The woman in the window - Was hat sie wirklich gesehen?" hat der amerikanische Autor A.J. Finn endlich mal wieder einen Thriller vorgelegt, der so atemlos spannend, sogwirkend und noch ziemlich gut geschrieben ist, dass die Seiten einfach nur dahin flogen. Obwohl das Rad auch in Annas Geschichte nicht neu erfunden wurde, ist es dem Autoren trotzdem gelungen eine unglaublich intensive Atmosphäre in seinem Thriller aufzubauen. Zudem sind die bekannten Einflüsse, die zweifellos auf die Geschichte gewirkt haben, so clever und charmant gewählt, dass man sich eigentlich nicht richtig darüber ärgern kann, dass die Grundidee der Handlung bereits allseits bekannt ist: 
Eine Hauptfigur, mit einem gewissen Hang die Nachbarn auszuspionieren, beobachtet ein Verbrechen und ist aus diversen Gründen verhindert aktiv einzugreifen und Schlimmeres zu verhindern. Alfred Hitchcock und James Stewart aus "Das Fenster zum Hof" grüßen freundlich aus dem Fenster von der anderen Hausseite. Doch der Autor macht kein Geheimnis aus seiner Inspiration und baut diese sogar indirekt in die Handlung mit ein. 
Und dann wäre da noch die Hauptfigur an sich, die in "The woman in the window" wahnsinnig gut gelungen ist. Durch ihre persönliche Hintergrundgeschichte, aber gleichzeitiger Einnahme diverser starker Medikamente und Alkohol, schwankt der Leser, während der gesamten Geschichte, zwischen einer Ambivalenz. Auf der einen Seite fühlt man mit Anna mit. Da die ganze Handlung aus ihrer Sicht erzählt wird, bekommt man zudem ein intimes Verhältnis zu ihr. Auf der anderen Seite steht der übermäßige Alkoholkonsum und die zahlreichen Medikamente, die den Leser in vielen Momenten an Annas Glaubwürdigkeit zweifeln lassen. Durch diesen perfekt inszenierten Zwiespalt, analysiert der Leser permanent Situationen, auch wenn das Buch nicht gelesen wird.
Auch wenn vieles in "The woman in the window" bekannt ist, hat A.J. Finn es trotzdem geschafft mich komplett zu überraschen, da ich in letzter Zeit skeptisch zu Kriminalromanen oder Thrillern gegriffen habe. Seine Geschichte um eine ehemalige Psychaterin, die selbst zur Patientin wird, ist gut geschrieben und besticht in den relativ kurzen Kapiteln zusätzlich mit einer unglaublichen Intensität. Zu Beginn braucht die Geschichte Anlaufzeit, doch dann wird man sie nicht mehr aus der Hand legen. 
Endlich wieder ein Thriller, der mich komplett überzeugen konnte. 

Donnerstag, 15. März 2018

Ein Tag im Winter 1945

Bücher haben die Macht die unterschiedlichsten Emotionen bei ihren Leserinnen und Lesern zu wecken.
Manche Bücher machen führen Glück herbei, das noch tagelang andauert. Andere wecken Trauer bei ihren Lesenden oder schmerzhafte Erinnerungen und damit ist nur eine geringe Bandbreite an Emotionen genannt. 
Dann gibt es diese Bücher, die so intensiv geschrieben sind, dass sie einen noch tagelang beschäftigen. Sie spuken wie ein nicht enden wollender Gedankenkreis in unseren Köpfen herum, so lange, dass unsere Mitmenschen vom Gelesenen erfahren sollten. In den meisten Fällen beginnen solche Gespräche mit dem Satz:
"Ich habe letztens ein Buch gelesen, davon muss ich dir unbedingt erzählen!"
Und enden im besten Fall mit:
"Das Buch muss ich mir unbedingt auch kaufen!"

Es gibt allerdings Tage, in denen Bücher eine noch größere Macht besitzen. 
Eine Macht, die sich komplett entfaltet in dem Moment, wenn die gelesene Geschichte zu etwas Persönlichem wird, das eine geradezu schicksalshafte Bedeutung für den eigenen Lebensweg annimmt. 

Am 30. Januar 1945, um kurz nach 21 Uhr, wurde die 'Wilhelm Gustloff', ein Kreuzfahrtschiff der nationalsozialistischen Organisation 'Kraft durch Freude' (KdF) und ehemaliges Lazarettschiff im zweiten Weltkrieg, von dem russischen U-Boot S-13, unter seinem Kommandanten Marinesko, rund sechzig Kilometer vor der Pommerschen Küste, mit drei Torpedos versenkt. Irrtümlich wurde die 'Wilhelm Gustloff' für ein Kriegsschiff gehalten, das Soldaten über die Ostsee vor der Roten Armee retten sollte. In Wahrheit handelte es sich um ein Flüchtlingsschiff, das hauptsächlich unschuldige Zivilisten an Bord hatte. 
Über die Anzahl der Menschen, die sich zum Zeitpunkt des Untergangs auf der 'Wilhelm Gustloff' befanden, herrschte lange Zeit Unklarheit. 
Heinz Schön, Autor des Buches "SOS Wilhelm Gustloff: Die größte Schiffskatastrophe der Geschichte" kam zu dem Ergebnis, dass sich insgesamt 10582 Menschen an Bord befanden, wobei sich die Zahl der Überlebenden auf 1239 belief. Somit starben beim Untergang insgesamt 9343 Passagiere, sechsmal mehr als auf der 'Titanic'. Nur einige Hundert von ihnen waren Soldaten, hauptsächlich befanden sich unter ihnen Frauen und Kinder. Der Untergang der 'Wilhelm Gustloff' wurde als größte Katastrophe der Schifffahrtsgeschichte bezeichnet. 
Salz für die See, Ruta Sepetys. Königskinder
Verlag, 2016
Als ich das Buch "Salz für die See" von Ruta Sepetys, erschienen im Königskinder Verlag, in die Hände nahm, durch die ersten Seiten blätterte und den Rest der Geschichte gleichzeitig begierig aber auch erschüttert zu Ende las, hatte ich keine Ahnung, auch einem Stück meiner eigenen Geschichte auf diesen Seiten zu begegnen. In "Salz für die See" begleitete ich drei Jugendliche bei ihrer Flucht vor der Roten Armee zur 'Wilhelm Gustloff', das Flüchtlingsschiff, das Rettung versprach. Die Autorin scheute sich nicht davor, den Schrecken, das Elend und das Leid, das die Menschen bei ihren zahlreichen Fluchten ertragen mussten, in ihrem Roman darzustellen. Zahlreiche Menschen starben bereits hier durch Verhungern, Erfrieren oder an Krankheiten. Als sie sich dann auf der völlig überladenen 'Wilhelm Gustloff' in Sicherheit wähnten, begriffen sie ziemlich schnell, dass der Albtraum erst begonnen hat.
Noch lange, nachdem ich die letzte Seite von "Salz für die See" gelesen habe, blieb das Buch, das einen viel zu lange nicht beachteten Teil unserer Geschichte beleuchtete, in meinen Gedanken. Und zwar so intensiv, dass es zu dem bereits erwähnten Bedürfnis kam, meinen Mitmenschen davon zu erzählen. Ich sprach meine Mutter an und erhielt damit die Erkenntnis, dass die Geschichte noch viel mehr war, als ich angenommen hatte. 

Meine Großmutter väterlicherseits, die ihre ersten zwölf Lebensjahre in ihrer
Heimat Danzig in Polen verbracht hat, wurde im Jahre 1945 gezwungen mit ihrer Familie vor der Roten Armee zu fliehen. Mit ihren Eltern und vier Geschwistern startete ihre Flucht im Januar 1945 in Danzig mit dem etwa dreißig Kilometer entfernten Ziel: Gotenhafen. Hier wollte die Familie die 'Wilhelm Gustloff' nehmen, um im Westen vermeintliche Sicherheit zu finden. Zu Fuß machten sie sich im tiefsten Winter auf den Weg. Dort angekommen ragte das riesige Schiff vor ihnen auf. Gotenhafen bat einen unvorstellbar grausamen Anblick. Tausende Menschen versuchten verzweifelt noch im letzten Moment auf die Gustloff zu kommen, die für sie in diesem Augenblick die einzige Rettung bedeutete. Verzweifelte Mütter warfen ihre Babies und Kleinkinder anderen Menschen zu, die sich bereits an Bord befanden, auch dann noch, als das Schiff bereits auslief. Menschen, die von dem Grauen tagelanger Flucht gezeichnet waren, brachen weinend in der Menge zusammen und wurden niedergetrampelt.
Auch die Familie meiner Großmutter, und sie selbst, versuchte auf die Gustloff zu gelangen, doch ohne Erfolg. Immer wieder wurden sie abgedrängt und mussten am Ende hilflos dabei zusehen, wie das Schiff aus dem Hafen auslief und sich in den tiefen Weiten der Ostsee verlor. In diesem Hafen mit noch tausenden Menschen um sich herum, die es ebenfalls nicht mehr auf die Gustloff geschafft hatten, waren die Verzweiflung und die Hoffnungslosigkeit in die Gesichter der Menschen eingegraben. Denn sie wussten da noch nicht, welche Katastrophe dem ehemaligen Kreuzfahrtschiff bevorstand. 
Meine Großmutter unmittelbar vor
der Flucht in Danzig.
(Foto: Privatbesitz)
Bei der anschließenden Suche nach einer anderen Fluchtmöglichkeit, starb die jüngste Schwester meiner Großmutter an Hunger und Erfrierungen. Dem Rest der Familie gelang als eine der letzten die Flucht nach Deutschland. 

Eine nicht enden wollende Gänsehaut überkommt mich bei dem Gedanken, dass, wenn meine Großmutter und ihre Familie an diesem Tag im Winter 1945 ihr Ziel erreicht hätten, wenn sie es an Bord der Gustloff geschafft hätten, ich möglicherweise diese Zeilen nicht hätte schreiben können. Sicherlich sind das eine Menge 'hätte', doch es ist wahrscheinlich töricht zu glauben, dass meine Großmutter das Glück gehabt hätte, zu den wenigen Überlebenden des Untergangs der 'Wilhelm Gustloff' zu zählen. So lässt es sich also als eine schicksalshafte Wendung nicht nur für ihr eigenes Leben bezeichnen, dass sie das Schiff nicht erreichen konnte. 

Leider konnte ich meine Großmutter selbst zu ihren persönlichen Geschichte um den Tag der 'Wilhelm Gustloff'-Katastrophe nicht mehr befragen, da sie vor drei Jahren starb.Weil sie diese Geschichte zu Lebtagen aber oft erzählte, erfuhr ich viel von ihren eigenen Kindern: meinem Vater und meiner Tante. Als unmittelbare Zeitzeugin beantwortete mir auch ihre jüngere Schwester einige meiner Fragen. 
Ein Teil der Familie meiner
Großmutter.
(Foto: Privatbesitz)

So entstand ein ungefähres Bild dieses bedeutenden Tages im Winter 1945.
Das Bild eines schrecklichen und sinnlosen Krieges.
Das Bild von einer der größten Schiffskatastrophen der Geschichte.
Das Bild von tausenden, unschuldigen Menschen, getrieben in die Flucht, in den Hunger und in den Tod. 
Dass wir uns daran erinnern, immer und immer wieder, ist wichtiger denn je.

Und das Bild einer persönlich schicksalshaften Fügung. 
In Erinnerung heraufbeschworen, weil manche Geschichten so viel Macht haben, dass sie uns so lange im Kopf bleiben, bis wir den Satz sagen:
"Du, ich habe da letztens ein Buch gelesen, davon muss ich dir unbedingt erzählen!"

Meine Großmutter und meine Tante in Gotenhafen (Ablegestelle der Wilhelm Gustloff)
(Foto: Privatbesitz)


Quellen:
-Bill Niven (Hrsg.): Die „Wilhelm Gustloff“. Geschichte und Erinnerung eines Untergangs. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2011.
-Triumph und Tragödie der Wilhelm Gustloff . Dokumentarfilm von Karl Höffkes und Heinz Schön, Deutschland, 2000.




Sonntag, 11. März 2018

Karen M. McManus - One of us is lying



Verlag: cbj
Seiten: 449
Erschienen: 26. Februar 2018
Preis: 18 Euro (Ebook: 13.99 Euro)






Ein scheinbar ganz normaler Nachmittag in einer amerikanischen High School. Fünf Schüler und ein Lehrer sitzen in einem Klassenraum. 
Bronwyn, Addy, Cooper, Simon und Nate müssen nachsitzen, weil sie unerlaubt Handys in den Unterricht gebracht haben. 
Am Ende des Nachsitzens ist ein Schüler tot und die restlichen vier werden zu Verdächtigen in einem Mordfall.
Ein perfides Spiel mit der Wahrnehmung und die Suche nach dem Mörder beginnt, denn eines ist klar:
Einer von ihnen lügt.

"One of us is lying" von Karen M. McManus bedient sich eines Ausgangsszenarios, das auch schon bei den guten alten Krimiklassikern von Agatha Christie großartig funktioniert hat. Auch bei Christie fand meistens einer ihrer Protagonisten den Tod, während die übrig gebliebenen zu Verdächtigen wurden.
McManus baut um dieses Szenario einen modernen High School Thriller auf, der mich durchweg unterhalten konnte. Die Autorin versteht sich darin, die vielen kleinen Wendungen, die die gesamte Handlung noch einmal in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen, geschickt einzubauen, so dass ich bis zum Ende nicht wusste, wer von den Protagonisten schlussendlich gelogen hat. Auch die finale Auflösung des Dramas beim Nachsitzen hat mir sehr gut gefallen, da sie verschiedene Eindrücke der Figuren, von seiten des Lesers, Verdachtsmomente und Verdächtigungen komplett auf den Kopf stellte und damit der Handlung wieder eine neue Richtung gab. 
Beim Vorabsichten einiger Rezensionen ist mir aufgefallen, dass oftmals die stereotypische Figurenkonstellation in "One of us is lying" bemängelt wurde.
Tatsächlich begegnen wir zu Beginn der Geschichte Bronwyn als typisch ehrgeiziges Nerd-Mädchen mit großen College Ambitionen und viel zu hohen Erwartungen an sich selbst und Addy, der wunderschönen Homecoming-Queen mit dem gutaussehenden Freund und viel zu niedrigen Erwartungen an sich selbst. Wir treffen Cooper, der gutmütige Vorzeigesportler, Nate, als Bad Boy mit Vorstrafe und Simon als typischen Außenseiter. Mit der von Simon kreierten App, die immer wieder Gerüchte über verschiedene Schüler der High School in Umlauf bringt, kommt zu den stereotypischen Charakteren ein Hauch 'Gossip Girl' hinzu, da die App im weiteren Verlauf ein wichtiges Handlungselement darstellt.
Ich glaube allerdings, dass das Stereotypische an den Figuren genauso gewollt war von der Autorin, da die Figuren erstens, während der Handlung, einen intensiven Wandel vollziehen, und zweitens diese Art der Figurenkonstellation ebenfalls ein wichtiges Merkmal des klassischen Krimis darstellt. Wenn man Charaktere demnach mit genug typischen Eigenschaften ausstattet, kann man den Leser viel besser in die Irre führen. Wir sind der Überzeugung, Handlungen von solchen Figuren viel besser vorauszusehen, als von solchen, die undurchsichtig bleiben und sind dann dementsprechend überrascht, wenn diese Figuren plötzlich ganz anders handeln, als erwartet.
So zeigt Karen M. McManus in "One of us is lying", dass die klassischen Krimielemente immer noch funktionieren. Sogar in Jugendbüchern. Man muss sie nur dementsprechend gestalten und übertragen. 
Denn am Ende ist es doch immer einer, der lügt.

Freitag, 9. März 2018

Ava Reed - Die Stille meiner Worte




Verlag: Ueberreuter
Seiten: 320
Erschienen: 09. März 2018
Preis: 16.95 Euro (Ebook: 14.99 Euro)






Hannah hat ihre Worte verloren. 
Seit ihre Zwillingsschwester Izzy gestorben ist, findet sie keine Möglichkeit mehr sich akustisch ihrer Außenwelt mitzuteilen.
Hannahs Mauern, die sie um sich baut, wachsen ins Unendliche und es scheint, als würde niemand sie einreißen können. Bis zu dem Tag, an dem Hannah Levi über den Weg läuft, der fest entschlossen ist hinter ihre Fassade zu blicken und hinter ihr dunkles Geheimnis zu kommen. 

Worte zu finden ist manchmal nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. An manchen Tagen sprudeln sie aus dir heraus und du hast Mühe dabei sie in die richtige Reihenfolge zu bringen, dann gibt es Tage, an denen du sie suchst und suchst und froh bist, wenn du sie wiederfindest. 
Es kann aber auch sein, dass so etwas Schreckliches und Grausames geschieht, dass die Worte einfach verschwinden, weil sechsundzwanzig Buchstaben im Alphabet so lapidar und so wenig erscheinen, um Gefühle zu beschreiben, die nicht zu beschreiben sind und die Worte verschwunden bleiben, egal, wie verzweifelt man nach ihnen sucht. 
Und dann gibt es die schönen Momente, in denen man ein Buch liest, das den Worten Tribut zollt und das so wunderschön geschrieben ist, dass die Gänsehaut zu einem alten Freund wird und die Tränen in den Augen zu einem ständigen Begleiter. 
Eine Geschichte, die es geschafft hat Trauer, Verlust, Schuld, Freundschaft und diese kleinen Glücksmomente, die das leise Versprechen in sich tragen, dass sich das Leben vielleicht doch lohnt richtig und intensiv zu leben, in perfekter Harmonie in sich zu vereinen. 
Ein Buch, das weiß, wie es diesen besonderen Klebstoff ausarbeiten muss, der bewirkt, dass es an den Händen seiner Leserinnen und Leser kleben bleibt und es fast unmöglich scheint die Geschichte beiseite zu legen. 
Ein Buch, das man nach der letzten gelesenen Seite in die Arme schließt und sich dabei keine einzige Minute albern vorkommt. 
Ein Buch, das man versucht mit Worten gerecht zu werden, obwohl man weiß, dass dieses Vorhaben schon beim ersten Mal, in dem die Tränen deinen Blick auf die Worte verschleiert haben, aussichtslos ist. 
Für mich persönlich, die den Weg der Autorin Ava Reed seit Beginn verfolgt hat, ist "Die Stille meiner Worte" ihr bestes Werk. Sie erzählt die Geschichte einer Protagonistin, die ihre Worte verloren hat, und schafft es dabei nicht Gesprochenes durch ihren besonderen Schreibstil sichtbar zu machen, so dass man die Möglichkeit erhält, als Leser, eine ganz persönliche und fast schon intime Beziehung zu Hannah aufzubauen, da wir, die die Geschichte lesen, lange Zeit die Einzigen sind, die hinter Hannahs Fassade schauen dürfen. Und das tut manchmal so weh, dass man nicht nur einmal in die Worte hineinkriechen möchte, um Hannah Trost zu spenden und um ihren Glückskater Mo, ihren ständigen und treuen Begleiter, über das Fell zu streicheln. 
Doch "Die Stille meiner Worte" ist noch so viel mehr als ihre besondere Protagonistin. Wir begegnen Nebenfiguren, denen die Bezeichnung "NEBENfiguren" ungefähr so nahe kommt, wie Schnee dem Sommer. Egal, ob Sarah, Levi oder Lina, Sie alle haben ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen, Sie haben ihr Päckchen zu tragen und vor allem tragen Sie die Geschichte genauso wie Hannah und natürlich Mo. Ohne ihre Nebenfiguren hätte "Die Stille meiner Worte" nicht erzählt werden können. 
Ava Reeds mittlerweile sechstes Buch ist also auf vielerlei Art und Weise wertvoll. Es schafft es Unausgesprochenes auszusprechen und durch wundervolle Figuren den Schmerz und den Verlust nicht zu einem allumfassenden Etwas zu machen, das man nicht überwinden kann. Aber vor allem ist es eine Hommage an das Leben, den Neuanfang und die Erkenntnis, dass sich das Leben lohnt, egal, wie schwer es manchmal ist. 
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